Letzten Samstag war einer dieser Tage, an denen schon am Parkplatz klar ist: Heute wird kein entspannter Trail-Spaziergang. Viele Leute. Gute Stimmung. Und eine Truppe, die einfach Bock hat zu fahren. Genau mein Ding. Die Trails? Steil. Dann noch steiler. Und an manchen Stellen einfach nur krank. Zumindest aus meiner Perspektive. Das sind die Abschnitte, wo du oben stehst, kurz runterguckst und denkst: „Ja… okay… theoretisch fahrbar.“ Praktisch sieht das dann oft anders aus.

Am Ende standen fast 980 Höhenmeter auf der Uhr. Für mich ist das ordentlich. Nicht alles gefahren. Ganz bewusst. Früher hätte ich vielleicht gedacht: „Komm, irgendwie runter.“ Heute denke ich eher: „Muss ich nicht.“ Ein paar Passagen waren einfach eine Nummer zu groß für mich – oder zumindest für diesen Tag. Und das ist keine Niederlage. Sondern eher eine Entscheidung. Ich fahre Bike nicht, um mich kaputt zu machen. Nicht, um mich irgendwo runter zwingen, nur weil andere es tun. Ich fahre, weil ich diesen Moment liebe: Wenn die Gruppe oben steht. Helme auf. Kurzer Blick den Trail runter. Dann rollt der Erste los. Der Zweite. Der Dritte. Und irgendwann du. Manchmal flüssig. Manchmal vorsichtig. Aber immer mit diesem Gefühl: Wir sind zusammen hier draußen. Der Samstag war genau so ein Tag. Keine Heldengeschichten. Keine perfekten Lines. Aber eine geile Truppe, harte Trails und ein Körper, der am Ende müde war – ohne kaputt zu sein. Und genau so soll es sein.
